Rinderfakten - Dauergrünland & Klimaschutz

Rinderfakten 3

 

Um Vorurteile und Fehlinformationen entgegenzuwirken, wird es in Zukunft in Regelmäßigen Abständen unsere neue Rubrik „So schaut´s aus…“, in der wir euch interessante Fakten über die Landwirtschaft präsentieren werden, geben. Unser erstes Thema lautet "Dauergrünland ist ein wichtiger Faktor beim Klimaschutz".

Im obersten Meter landwirtschaftlicher Böden sind insgesamt rund 2,5 Mrd. Tonnen organischer Kohlenstoff gespeichert und entziehen somit der Atmosphäre klimaschädliches CO2. Das ist mehr als doppelt so viel wie in allen Bäumen (inklusive Totholz) der Wälder Deutschlands bevorratet ist.

Die Kohlenstoffmenge, die ein Boden speichern kann, hängt nicht nur vom Standort, der Bodentextur und der Wassersättigung ab, auch die Nutzungs- und Bewirtschaftungsart sind entscheidend. Dauergrünlandböden, also Weide- und Grünfutterflächen, leisten einen wichtigen Beitrag zum Boden-, Gewässer- und Klimaschutz. Wegen des ganzjährigen Bewuchses und der intensiven Bewurzelung verfügen sie über hohe Humusvorräte, dies sie zu effektiven Kohlenstoffspeichern macht. Sie bevorraten im obersten Meter durchschnittlich 200 Tonnen organischen Kohlenstoff pro Hektar. Ackerböden speichern im obersten Meter rund 101 Tonnen Kohlenstoff pro Hektar. In Waldböden sind etwa 119 Tonnen Kohlenstoff je Hektar gespeichert. Berücksichtigt man auch die überirdischen Pflanzenbestandteile als Kohlenstoffspeicher, ist die Kohlenstoffspeicherleistung des Waldes mit rund 230 Tonnen pro Hektar zu bewerten.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Milchkuh nicht nur das von uns Menschen unnutzbare Gras in hochwertige Lebensmittel veredeln kann, sondern auch durch die Erhaltung landwirtschaftlicher Nutzflächen einen Beitrag zur Biodiversität und zum Klimaschutz leistet.

(Quelle: Bundesverband Rind und Schwein e.V.)

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